Süßer Rausch in der Luft
tanzende Flammen in der Brust
Gähnen steckt an, Lachen auch
der Moment ist für dich da wenn du ihn brauchst

theoretisch weißt du wie die Liebe schmeckt
in Gedanken hast du neues Land entdeckt
das sind unsere Jahre, unsere Lieder
wo bist du mit dem Kopf schon wieder?

darüber zu reden nimmt die Magie
zwischen den Zeilen steht die Poesie
sowas passiert in jeder Familie, in jeder Stadt
es ist einfach, warum machst du es so abstrakt?

REFRAIN
Leute kennen
es Liebe nennen
Runden drehen
und klug aussehen

davon erzählen
und die Zeit stehlen
Pläne schmieden
Falten kriegen

keine Kunst
wenn du was vom Leben kapierst
Kunst ist, da zu sein wenn das Leben passiert.

Vielleicht ist das die Natur der Dinge
dass sie sich anpassen
irgendwann nur um zu überleben
von ihrem Instinkt ablassen

vielleicht ist es das Gewohnheitstier
das dich an eine Lüge bindet
aus Angst davor, dass du es verlässt
zurück zu dir findest

deine Müdigkeit ist antrainiert
das sehe ich in deinen Augen
in dir steckt eine treibende Kraft
ein Urvertrauen

REFRAIN
oh du, mein wilder Geist
mach dich frei, mach dich los
hier unter Wölfen
ziehen wir unsere Ideen groß
oh du, mein wilder Geist
mach dich frei, mach dich los

oh du, mein wilder Geist
hier unter Wölfen

deine Rastlosigkeit
bringt mich noch um den Verstand
aber vielleicht bin ich nicht gemacht für den Stillstand

deine Rastlosigkeit
bringt mich noch um den Verstand
aber wer weiß, wer weiß
vielleicht ist das auch die rettende Hand

oh du, mein Wilder

Ich falle in Gedanken
ich falle in den Tag
ich falle und falle und knalle
auf kalten Asphalt

REFRAIN
bitte geh weiter
hier gibt es nichts zu sehen
bitte geh weiter
lass mich im Regen stehen

ich versuche die Dinge
ich versuch das Wagnis
ich versuch und versuch und verfluch
deine Barrikaden

REFRAIN
bitte geh weiter
hier gibt es nichts zu sehen
bitte geh weiter
lass mich im Regen stehen

lass – mich – hier – geh.

Du gehörst zu den Dingen
die ganz leise passieren
einfach an der Tür klingen
auf einen Kaffee reinspazieren

wie ich es hasse
dass du nie die Jacke ausziehst
dich nicht hinsetzt und bleibst
wie und wo du gerade bist

REFRAIN
du bist am Schönsten, am Schönsten auf dem Sprung
ohne Ziel, ohne Plan, ohne Anmeldung

hätt ich dich so geplant
wärst du nie so geworden
hätt mich jemand gewarnt
ich hätt dich nur verdorben

REFRAIN
du bist am Schönsten, am Schönsten auf dem Sprung
ohne Ziel, ohne Plan, ohne Anmeldung

wenn du dich unbeobachtet fühlst
mit den Fingern in deinen Haaren spielst
oh du, oh du

wenn du dich wieder neu erfindest
ich schau dir zu wie du verschwindest
oh du, oh du.

Und jetzt geb ich auf
und jetzt lass ich los
und ich warte was passiert

vielleicht zieht es vorbei
vielleicht holt es mich zurück
vielleicht vergisst es mich

ich lasse mich fallen
und zappel nicht rum
und schließe das große Theater

verlier die Kontrolle
lass mich überraschen
und ich ändere gar nichts

REFRAIN
ich lasse los
ich mache gar nichts

ich schalte aus
das Leben geht an
ob es wohl wirklich so einfach sein kann
die Hände sind frei
bald folgt der Kopf
das ist fast schon zu viel gedacht

REFRAIN
ich lasse los
ich mache gar nichts

hab noch nie was
nie was so gut gemacht
gar nichts

ich werde ganz leise
und ich lasse mich tragen
auf den großen Wellen
die jetzt andere schlagen
und ich funktioniere nicht mehr
und ich sage nein
das ist was kaputt
und das darf so sein.

Gedanken haben ein Bild von dir gemalt

vor meinem geistigen Auge eingerahmt

hab mich in die Vorstellung von dir verliebt

bin überrascht, dass sie dir nicht ähnlich sieht

 

es schien so, weil ich es so scheinen ließ

bis mich die Macht der Gewohnheit zurechtwies

du passt nicht in meine Fiktion hinein

deine Realität will anders sein

 

Refrain:

Je mehr ich sehe, sehe ich nicht mehr

wie sehr ich mich auch dagegen wehr‘

so schön es auch war, es war imaginär

ich glaubte zu wissen, weiß nicht woher

 

je mehr ich dich kennenlern‘,

kenne ich dich nicht mehr

du warst mal der, aber bist

weiß nicht wer

 

es passt nicht, jetzt da ich weiß, dass es nicht passen kann

wollte vorfühlen, aber es fühlt sich so anders an

wie viele Nummern habe ich kein zweites Mal gewählt

im Irrglauben, dass der erste Eindruck zählt

hab mich so dermaßen in dir getäuscht

hätte ich uns nicht noch eine Chance gegeben

 

Refrain:

Je mehr ich sehe, sehe ich nicht mehr

wie sehr ich mich auch dagegen wehr‘

so schön es auch war, es war imaginär

ich glaubte zu wissen, weiß nicht woher.